P a v i l l o n   f ü r   V i d e o k u n s t   W i e n
Varianten



Für einen temporären Ausstellungspavillon für Videokunst in Wien werden zwei Varianten ausgearbeitet: Panorama und Loggia

Das introvertierte "Panorama trennt Projektionsfläche und Besucher durch eine Profilierung von Decke, Wand und Boden. Die extrovertierte "Loggia" bezieht die städtische Umgebung als Projektionsfläche mit ein, "

 
Panorama



Annahme: Panorama. Ein kompaktes, introvertiertes Gebäude, dessen vier Innenseiten bespielt werden können. Die Profilierung von Decke und Boden löst den Raum des Betrachters von der Projektionfläche, setzt beide in Beziehung. Sie deutet Möglichkeiten für Austellung und Möblierung an, ohne sie festzulegen. In den so entstehenden vier Bereichen sind voneinander unabhängige Installationen und Nutzungen möglich.

Die niedrige Decke begleitet den Erschließungsbereich und grenzt die Ausstellungsbereiche voneinander ab. Im Näherkommen weicht die Decke zurück. Die Profilierung von Decken und Boden ist gegeneinander versetzt, der Raum des Betrachters greift in den Raum des Kunstwerks und umgekehrt.

Loggia

Annahme: Loggia zur temporäre Inbesitznahme einer Wand in der Stadt.

offen: Die Loggia besetzt einen Teil der Stadt. Sie wird aufgeklappt, öffnet sich, lädt ein zur Vorstellung. Das Kunstwerk wird in die Stadt hinaus projiziert. Angezogen vom Licht der Projektion verweilt man. Die Klappe als Dach gibt Schutz. Ein Teil des Bodens wird zur Rampe und ebnet den Weg ins Innere. In der Loggia, etwas erhaben, blickt man hinaus „in die schöne Aussicht“.

geschlossen/betretbar: Im geschlossenen Zustand finden sich im Inneren mehrere Möglichkeiten der Präsentation.
Die Klappe wird zur Projektionsfläche. Neugierde zieht einen ins Innere. Die Sitzmöglichkeiten sind zu Raumteiler stapelbar, mit ihnen lassen sich verschiedene Zonen der Projektion ausbilden.

geschlossen/nicht betretbar: Nachts ist die Loggia nicht betretbar und bietet trotzdem ein unverhofftes Erlebnis. Von aussen betrachtet, läßt sich die Projektion verfolgen.
Daten Vorentwurf Ausstellungskonzept für Videokunst
Museum Wien

mit Florian Gayer-Lesti, Pano Merianos
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boehm zahiri
architektur städtebau landschaft

www.boez.de
www.boez.de/projekte/wien/wien_beschr.html
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