|
|
S
p r e e u f e r B e r l i n F r i e d r i c h s h a i n
eingeladener
Wettbewerb
Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Ulrike Böhm, Max Leuprecht, Cyrus Zahiri, Katja Benfer
3. Preis |
|
|
Konzept
|
|

Entlang des Spreeuferraums wechseln sich Bebauung und Freiräume ab.
Enge Uferräume mit harten Kanten zum Wasser folgen weiten Uferflächen
mit weichen Böschungen zur Spree. Diesen Uferbereichen ist jeweils
ein eigenes Freiraumthema zugeordnet: Die Uferpromenade begleitet die
Bebauung, der Uferpark umfasst die Freiflächen. Die Abfolge zwischen
Uferpromenade und Uferpark macht den Wechsel zwischen Bebauung und Freiäumen
erlebbar.
|
|
|
| |
|
Entwurf
|
|

An
den Schnittstellen zwischen Uferpark und Uferpromenade liegen Übergänge,
die zwischen den Ufertypen vermitteln und den achsialen Freiraum zur Arena
mit dem Schiffsanleger an der Spree verbinden. Die Übergänge
sind nicht als scharfe Trennungen ausgebildet, um eine Zweiteilung der
Flächen zu vermeiden und die Kontinuität des Uferparks zu wahren.
Der Wechsel zwischen befestigten und grünen Flächen schafft
Aufenthaltsbereiche unter Bäumen, ermöglicht einen barrierefreien
Zugang bis ans Wasser und lässt die Spree erlebbar werden.
Der Uferpark besteht aus zwei Teilen, einem steinernen Band und einem
grünen Band parallel zur Spree. Die beiden Bereiche haben unterschiedliche
räumliche Qualitäten und ergänzen sich in ihren Funktionen.
Das steinerne Band umfasst die historischen Mauersegmente, den ehemaligen
Kolonnenweg und die begleitenden Sitzstufen. Es erschließt den Uferpark
und verbindet die anschließenden Uferpromenaden. Das grüne
Band besteht aus einer leicht geneigten Wiesenfläche und einzelnen
Baumgruppen mit Fenstern auf die Spree. Es lädt ein zum Liegen und
Spielen.
|
|
|
|
|
Parkwege
|
|

Südlich
der Mauer liegt ein ca. acht Meter breites Wegeband bestehend aus dem ehemaligen
Kolonnenweg (Kontrollstrecke der Grenzposten) mit beidseitig begleitenden
Tennenflächen. Eine Sitzkante aus Blockstufen schließt die Wegeflächen
ab. Von hier aus hat man sowohl einen Blick auf den Weg und die Spaziergänger,
als auch auf die Innenseite der Mauer.
|
|
|
Spiel-
und
Liegewiese |
|

Zwischen diesen Platz- und Aufenthaltsbereichen reicht von der Sitzkante
südlich des Kolonnenwegs bis zur bestehenden Spreeuferböschung
ein rund 25 Meter breites Wiesenband. Das Gelände wird leicht aufgeschüttet
und bis zur bestehenden Uferböschung neu modelliert. Es entsteht
zur Spree hin eine sanft abfallende Wiesenfläche. Der Scheitel der
Modellierung liegt ca. 65 Zentimeter höher als das Niveau des Kolonnenwegs.
Die leicht geneigten Wiesenflächen werden zum Spielen, Liegen und
Sonnen genutzt. Die bestehende Ufermauer ermöglicht es, am Wasser
zu sitzen.
Der zu erhaltende Baumbestand wird ausgelichtet und stellenweise aufgeastet.
Zusammen mit einigen Baumneupflanzungen entstehen klar definierte Fenster
im bestehenden Gehölzsaum, die Durchblicke auf die Spree und das
gegenüberliegende Ufer erlauben. Der Wechsel aus geöffneten
und geschlossenen Gehölzkulissen stellt Blickbezüge her ohne
die lineare Raumwirkung des Parks aufzuheben. Es entsteht eine interessante
Folge von Bildern entlang des Parkweges. Dieses Wechselspiel sorgt auch
für sonnige als auch schattige Plätze entlang des Parkbandes.
|
|
|
Plätze
am
Wasser |
|
 
An den übergängen, an denen die städtisch-steinernen Kanten
der Uferpromenaden auf grüne Böschungen treffen, werden Platzbereiche
mit Aufenthaltsqualität und Zugängen bis ans Wasser geschaffen.
Diese Aufenthaltsbereiche sind von den drei Parkzugängen direkt zu
erreichen. Breite Wegebänder, die vom Kolonnenweg aus leicht abgesenkt
sind und sich zu Platzflächen addieren, führen zur Spree. Treppen
und Rampen leiten über gestufte Böschungen weiter hinab auf
die abgesenkten Bereiche am Spreeufer. Flankierend dazu laden Bänke
unter Bäumen und breite, auf die Spree ausgerichtete Stufen zum Sitzen
und Schauen ein. Auf der abgesenkten Terrasse des Schiffsanlegers stehen
ein Kiosk für den Ticketverkauf und ein Dach für wartende Passagiere.
In die höher gelegene Platzfläche ist die Informations- und
Werbetafel integriert.
|
|
|
| Zugänge
|
|

Drei
neue Öffnungen erlauben den direkten Zugang von der Mühlenstraße
in den Uferpark. Im Bereich der Arena entsteht eine torartige Öffnung
von 38 Metern. Sie fasst den achsialen Raum spannungsvoll, der von der Arena
rechtwinklig auf die Spree führt, und leitet in den quer dazu orientierten,
schmalen Uferpark über. Die Mauerelemente markieren den übergang
dieser unterschiedlichen Räume. Sie ragen in die breite Flucht der
Arena-Achse und geben dem Blick des Betrachters in Richtung Spree Halt.
|
|
|
| Mauer
|
|
Die
Mauer als Teil der ehemaligen Grenzanlagen soll in ihrer Geschlossenheit
erhalten bleiben. Die Bilder der East Side Gallery sollen auch zukünftig
alle von der Straßenseite aus erlebbar sein.
|
|
| |
|
bbzl
|
|
boehm
benfer zahiri
architektur städtebau landschaft
www.bbzl.de
|
|
|
| |
|
[
Abbildungen
Spreeufer Berlin ] [
Mail | Impressum ]
[ Fenster schließen
]
|
|
|