L a n d e s g a r t e n s c h a u   N e u   U l m

Realisierungswettbewerb
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Stefan Reimann,
Bernd Joosten, Carina Simmchen
für Atelier Loidl

2. Preis
Konzept



Die Landesgartenschau bietet die Chance Neu-Ulms Stadtteile stärker miteinander zu verknüpfen und gleichzeitig in ihrer Eigenart zu unterstützen. Gartenschau und Stadt werden miteinander ‘verwoben’, die Gartenschau ist in der Stadt erlebbar.

Donau, Bahn und äußere Ringstrasse teilen Neu-Ulm in drei voneinander unterscheidbare Stadtteile: Kernstadt, Zwischenstadt und Stadterweiterung mit dem neuen Stadtteil Wiley. Unterschiedliche urbane Programme sind hier ablesbar, unterschiedliche Stimmungen und Atmosphären sind spürbar.

Stadtkorridore


Die Flächen der Landesgartenschau liegen an den Fugen zwischen diesen Stadtteilen. Hier entstehen drei neue Parks: Donaupromenade, Glaciswiesen und Ludwigsfelder. Sie thematisieren den Übergang und beziehen jeweils prägnante Bestandselemente raumbildend ein. Jeweils den einzelnen Bereichen zugeordnet, nehmen sie die Bewegungslinien aus den Stadtteilen
auf, lenken um und bilden den Übergang zur nächsten Stadtsituation.

Die neuen Parks werden durch Stadtkorridore verbunden. Sie durchziehen die Stadt von der Donau bis nach Wiley in die offene Landschaft. Die Korridore leiten und gliedern den entdeckenden Spaziergang durch die stadträumliche Vielfalt, sie laden zum Aufenthalt ein.
 
Drei Parks



Donaupromenade

Eine durchgängige Promenade begleitet das Ufer der Donau. Plätze rhythmisieren die Bewegung entlang des Flusses. Sie entstehen an den Einmündungen der Straßen und der Stadtkorridore und inszenieren den Blick hinaus auf die Flußlandschaft und zurück auf Kernstadt.

Glaciswiesen

Die Glaciswiesen verknüpfen die Kernstadt mit der Zwischenstadt. In räumlicher Nähe zum neuen Bahnhof sind sie zentraler Ausgangsbereich der Landes-
gartenschau und bilden die gemeinsame Freifläche für das zukünftige “Quartier an den Glaciswiesen”.

Ein Gerüst aus Wegen und Bäumen rahmt die Gärten der Landesgartenschau und läßt den späteren Städtebau erahnen. 2008 füllen Gärten, Veranstaltungs- und Präsentationshallen diesen Rahmen. Nach der Gartenschau geben die Gärten ihre Flächen sukzessive an die folgende Bebauung ab, der Rahmen bleibt erhalten. Wird das neue Quartier in Bauabschnitten errichtet, steigern noch bestehende Gärten die Wohnqualität. Ist die Siedlung fertiggestellt, werten die gut eingewachsenen Bäume die Stadträume des neuen Quartiers auf.

Ludwigsfelder

Der Park im Süden der Stadt verbindet zwischen dem neuen Stadtteil Wiley, der Zwischenstadt und der umgebenen Feldflur. Im Schatten der Ludwigsvorfeste wechseln sich kleinräumige, geschlossene mit weiten, offenen Feldern ab. Lockere Baumreihen begleiten diese Felder. Sie bilden über der Parkfläche einen zarten Baumschleier, der das dichte Volumen der Vorfeste unterstreicht. Es entstehen offene Raumfolgen, die flexibel unterschiedliche, sich ändernde Nutzungen aufnehmen können.

bbzl
boehm benfer zahiri
architektur städtebau landschaft

www.bbzl.de
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