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E r i n n e r u n g s s t a e t t e G r o s s m a r k t h a l l
e F r a n k f u r t
offener Wettbewerb
2. Preis (Wettbewerb ohne 1. Preis) 05/10
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer, Anna-Kajsa
Gustavsson, Mirjam Sauer, Rita Leal, Pilar Morilla,
Christina Bös, David González Ferreño
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Konzept
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Die Verfolgung und Deportation der Frankfurter Juden während der NS-Zeit war an vielen Stellen eng in den Alltag eingebunden. In diesem Zusammenhang soll die Erinnerungsstätte:
- Passanten und Besucher auf den Ort aufmerksam machen,
- den Ort kennzeichnen,
- den Besuchern eine Vorstellung von den Geschehnissen vermitteln,
sowie Gelegenheit einräumen zur Erinnerung, zur Trauer und zur Reflextion.
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| Hinführen |
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Die Erinnerungsstätte wird als besonderer Ort in den Grünzug eingefügt und wird damit zu einer Station innerhalb der alltäglichen Nutzung. Im Wegeverlauf wird der Bereich durch einen Belagswechsel hervorgehoben.
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| Kennzeichnen |
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Die Erinnerungsstätte umfasst die Flächen vor und unter der Eisenbahnbrücke, die Fußgängerbrücke einschließlich ihrer steinernen Zugangstreppe, Stellwerk und Pumpwerk, die Gleisharfe, den Absperrzaun sowie die Zugangsrampe zu den Kellerräumen der Großmarkthalle.
Öffentlich zugänglich ist nur der Bereich rund um die Eisenbahnbrücke sowie die Fußgängerbrücke.
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| Informieren |
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Die Besucher der Erinnerungsstätte sollen die Abläufe und die Dimension der Deportationen ansatzweise erkennen können. Für ein besseres Verständnis der Geschehnisse wird stellvertretend Opfern, Tätern und Zuschauern jeweils ein bestimmtes Element der Erinnerungsstätte zugeordnet.
Jedes Element steht in einer visuellen Verbindung mit der Großmarkthalle. Zusätzlich wird jeder Bereich durch einen linearen Informationsträger begleitet, in den ergänzende Daten eingefügt werden können.
Aus unserer Sicht sind nur punktuell ergänzende Informationen notwendig. Ein angemessenes Verhältnis zwischen Artefakten und Zusatz-Informationen ist mit Vertretern des Jüdischen Museums Frankfurt sowie entsprechenden Fachleuten zur Geschichte des Ortes abzustimmen.
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| Innehalten |
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Um sich den Geschehnissen zu nähern sowie ihre Bedeutung zu reflektieren, ist ein Verweilen vor Ort wichtig. Die nordwestliche Grenze der Fläche wird dazu durchgehend durch ein langgestrecktes Betonelement eingefasst.
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| Authentizität |
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Zu den bestehenden Artefakten gehören das Kopfgebäude der Großmarkthalle, die Fußgängerbrücke mit der Zugangstreppe sowie das Stellwerksgebäude. Ihre Authentizität ist nur teilweise gesichert. Alle bestehenden Artefakte bleiben erhalten.
Für ein besseres Verständnis der Zusammenhänge scheint uns wichtig, jeweils einen Abschnitt der Gleisharfe und des Drahtgitterzaunes wiederherzustellen. Diese Elemente sind eindeutig neu hinzugefügt und wollen keine Authentizität vortäuschen.
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bbzl
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boehm
benfer zahiri
architektur städtebau landschaft
www.bbzl.de
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[
Abbildungen
Erinnerungsstaette Grossmarkt Frankfurt ]
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