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E r w e i t e r u n g d e s J ü d i s c h e n M u s e
u m s B e r l i n
städtebauliches Konzepz
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer,
Ann-Kristin Haeger, Rita Leal, Sumika Aizawa,
Anne Wex, Christina Bös,Pillar Morilla, Miriam Sauer,
Alexandra Blechschmidt
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Bildungsakademie
auf dem
Areal der Blumen-
großmarkthalle |
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Das Jüdische Museum Berlin gehört zu den erfolgreichsten Museen
in Deutschland. Anknüpfend an das bestehende Ausstellungskonzept
wird das Museum um eine Bildungsakademie erweitert. Sie ergänzt das
Museumsprofil um zusätzliche Lern-und Interaktionsszenarien und erleichtert
den Zugang zum wissenschaftlichen Archiv.
Als
Standort für die Bildungsakademie wurde das Areal des Berliner Blumengroßmarktes
gewählt. Zwischen dem Jüdischen Museum und der Friedrichstrasse
gelegen verknüpft es das Museum stärker mit der Friedrichstadt.
Stadtstrukturell liegt das Gebiet am Übergang zwischen der Friedrichstadt,
einer geplanten Stadterweiterung, und der Köpenicker Vorstadt, einem
eher gewachsenen Gefüge. In diesem Zusammenhang bildet die Lindenstrasse
eine Zäsur. Die damit verbundenen Übergänge und Richtungswechsel
wurden im Stadterweiterungskonzept von Gerlach 1732 durch die Positionierung
von öffentlichen Bauten wie dem Kollegienhaus als Point-de-Vue betont.
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Seit seiner Entstehung Mitte des 18 Jahrhundert unterlag das Gebiet zahlreichen
Transformationen. Dabei bleibt die Bezugnahme auf Gerlachs ursprüngliche
städtebauliche Konzeption zur Friedrichstadt eine wichtige Konstante.
Die Platzierung der Schinkelschen Sternwarte, der Verlauf der Enckestrasse
und die IBA Konzeption zur ETA Hoffmann Promenade weisen jeweils dem Kollegienhaus
eine übergeordnete stadträumliche Bedeutung zu.
Das städtebauliche Konzept des Berliner Büros bbzl - böhm
benfer zahiri knüpft hier an. Es sieht zwischen Friedrichstrasse
und dem Jüdischen Museum eine Abfolge aus öffentlichen Räumen
vor, die den angrenzenden Besselpark einbezieht. Der neue Eingangsplatz
zur Bildungsakademie öffnet sich zum Kollegienhaus und zum Libeskind-Bau.
Das Ensemble bildet den Endpunkt der Raumfolge. Der Übergang zum
Besselpark wird durch eine zweite Platzfläche akzentuiert.
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Das Gebäude der Großmarkthalle nimmt alle Funktionen der Akademie
auf. Um die Halle stärker in das umgebene Stadtgefüge zu integrieren
wird das Gebäude dreiseitig baulich umfasst. Für die dazu ausgewiesenen
Baufelder sind eine Reihe von städtebauliche Festsetzungen wie Fluchtlinien
und Bauhöhen vorgesehen. Eine Mischung aus Wohnen und Dienstleistungsnutzungen
soll die Nutzungsvielfalt des Standortes ergänzen. Die Baufelder
bleiben zunächst typologisch und funktional offen, um Anpassungen
an die Nachfrage zu ermöglichen. Der Entwurf wird zur Zeit als Bebauungsplan
umgesetzt.
Das Gebäude der Großmarkthalle wurde zwischen 1962-65 vom Architekten
Bruno Grimmek geplant. Es setzt sich zusammen aus einer weitgespannten
Stahlbetonkonstruktion mit filigranen, bogenförmigen Sheddächern
und einem Verwaltungstrakt. Nach den Plänen des Museums nimmt es
alle Funktionen der Bildungsakademie auf. Das Konzept zur Umnutzung des
Hallenbaus wird vom Büro Daniel Libeskind Architekten entwickelt.
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